VON DEN KLOSTERSPIELEN ZUM KLOSTERSOMMER
Unter den großen deutschen Freilichtbühnen ist das Kloster Hirsau ein ganz besonderer Ort: Die imposante Ruine "St. Peter und Paul" mit ihren uralten Sandsteinmauern bildet die historische Kulisse für hochklassige Kulturevents - mit einem fantastischen Ambiente, das seinesgleichen sucht.
Zur 900. Jahresfeier Hirsaus im Jahr 1959 wurde erstmals eine Bühne im Kreuzgang aufgestellt - die Klosterspiele Hirsau waren geboren. Inzwischen hat die Stadt Calw hat die Verantwortung für die traditionsreichen Freilichtspiele im Kreuzgang der Hirsauer Klosterruine in private Hände gelegt: Aus den "Klosterspielen Hirsau" mit ihrer fast 50-jährigen Geschichte wurde 2007 der "Calwer Klostersommer in Hirsau" - mit zugkräftigen Künstlern und erstklassigen Produktionen.
Die Geschichte Hirsaus begann im frühen 9. Jahrhundert. Unter dem berühmten Abt Wilhelm (seit 1069) wurde Hirsau das deutsche Mutterkloster für die von Cluny ausgehende benediktinische Reformbewegung. Während des Investiturstreits im 11. und 12. Jahrhundert schrieb Hirsau auf der Seite der päpstlichen Partei deutsche Kirchengeschichte. Bis heute lassen sich die Besucher des ehemaligen Benediktinerklosters St. Peter und Paul von den Ruinen, die Größe und Ausmaß der einstigen Hirsauer Klosterkultur erahnen lassen und eine einzigartige Atmosphäre erzeugen, beeindrucken. Gerade abends wird die Klosterruine durch das Licht- und Schattenspiel zur atemberaubenden Kulisse und ermöglicht die einzigartige Zusammenführung von Kunst und Kultur.














